Bevor Sie auch nur ein Maßband in die Hand nehmen, sollten Sie sich über die grundlegende Funktion Ihres Lowboards im Klaren sein, denn nur so lässt sich das möbel richtig planen. Stellen Sie sich die Frage, welche Geräte tatsächlich sichtbar bleiben sollen und welche hinter geschlossenen Türen verschwinden können. Ein offenes Fach für den Fernseher oder den Verstärker benötigt mehr Tiefe (etwa 40 bis 45 Zentimeter), während reine Deko-Objekte wie Vasen oder Bücher mit 30 Zentimetern Tiefe auskommen. Messen Sie außerdem die Höhe Ihrer Elektronikgeräte inklusive der benötigten Luftzirkulation, denn ein zu knapp bemessenes Fach führt schnell zu Überhitzung. Skizzieren Sie dann auf einem Blatt Papier eine grobe Rasterung: Planen Sie pro offenem Fach eine Breite von 60 bis 80 Zentimetern ein, da größere Spannweiten das Holz durchhängen lassen. Kombinieren Sie diese offenen Bereiche mit geschlossenen Türen oder Schubladen, um Kabel, Fernbedienungen und unschöne Gegenstände zu verstecken – so schaffen Sie eine optische Balance zwischen Präsentation und Ordnung.
Ein häufiger Fehler ist es, die offenen Fächer erst nach dem Kauf mit Deko zu füllen, ohne die Proportionen des Raumes zu berücksichtigen. Um das möbel richtig planen zu können, sollten Sie die Wandbreite hinter dem Schrank exakt ausmessen und davon etwa 10 bis 15 Prozent als seitlichen Abstand zur Wand einrechnen, damit das Lowboard nicht erdrückend wirkt. Verteilen Sie die offenen Fächer nicht symmetrisch, sondern setzen Sie sie bewusst asymmetrisch ein, etwa zwei kleine Fächer links und ein großes rechts – das wirkt moderner und gibt Ihnen mehr Gestaltungsspielraum. Denken Sie auch an die Höhe der Sitzposition: Wenn Sie auf dem Sofa sitzen, sollte die Oberkante des Lowboards etwa auf Augenhöhe oder leicht darunter liegen, damit die offenen Fächer nicht als störende Fläche wahrgenommen werden. Für die Deko selbst gilt die Drei-Regel: Gruppieren Sie immer drei Objekte unterschiedlicher Höhe (zum Beispiel eine flache Schale, ein mittelhohes Buch und eine hohe Vase), aber lassen Sie bewusst Leerraum, denn ein überladenes Fach wirkt schnell chaotisch.

Zuletzt kommt die technische und praktische Feinplanung, die viele unterschätzen. Bohren Sie in die Rückwand der offenen Fächer oder an der Unterkante des Schranks Kabeldurchlässe mit einem Durchmesser von mindestens fünf Zentimetern, damit Sie alle Verbindungen sauber führen können. Planen Sie zudem eine dezente Beleuchtung ein, etwa als LED-Profil an der Unterkante der Fächer, um Ihre Deko und Medien in Szene zu setzen – achten Sie dabei auf eine indirekte Lichtführung, damit keine störenden Schatten auf den Fernseher fallen. platz clever nutzen , wählen Sie für die unteren offenen Fächer keine zerbrechlichen Deko-Objekte, sondern robuste Materialien wie Metall oder Holz. Prüfen Sie auch die Belastbarkeit: Ein offenes Fach sollte maximal 15 bis 20 Kilogramm pro laufendem Meter tragen; schwere Verstärker gehören daher eher in ein unteres, geschlossenes Fach. Am Ende sollten Sie alle Maße und Materialentscheidungen in einer detaillierten Zeichnung festhalten, bevor Sie bestellen oder bauen – nur so gelingt es, das möbel richtig planen und zugleich ein stimmiges Gesamtbild mit Ihren Medien und Deko-Elementen zu erreichen, das über Jahre funktioniert.